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Magnesium: Das unterschätzte Mineral, das hunderte Körperprozesse steuert

  • 11. März
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 1 Tag

Kaum ein Mineral ist so tief in die Biochemie des menschlichen Körpers eingebettet wie Magnesium. Und doch bleibt sein Mangel weltweit eines der am häufigsten übersehenen Gesundheitsprobleme. Ein aktuelles wissenschaftliches Review aus dem Jahr 2025, veröffentlicht im Fachjournal Nutrients, gibt einen umfassenden Überblick darüber, welche Rolle Magnesium für unsere Gesundheit spielt – und warum eine ausreichende Versorgung wichtiger ist als vielfach angenommen.

Ein Mineral, hunderte Aufgaben

Magnesium ist das vierthäufigste Kation im menschlichen Körper und an über 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt. Es trägt laut EFSA-anerkannten Studiendaten nachweislich bei zu:

  • einer normalen Funktion des Nervensystems

  • einer normalen Muskelfunktion

  • der Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung

  • der Erhaltung normaler Knochen und Zähne

  • einem normalen Energiestoffwechsel

  • einer normalen psychischen Funktion

Besonders zentral ist die Rolle von Magnesium bei der ATP-Synthese – dem zellulären Energieträger des Körpers. Ohne ausreichend Magnesium kann Energie schlicht nicht effizient produziert werden. Das erklärt, warum ein suboptimaler Magnesiumspiegel oft mit anhaltender Müdigkeit und verminderter körperlicher Leistungsfähigkeit in Verbindung gebracht wird.

Was aktuelle Forschung zeigt

Die 2025 erschienene Übersichtsarbeit von Matek Sarić et al. fasst den aktuellen Forschungsstand zusammen: Ein niedriger Magnesiumspiegel wird in der wissenschaftlichen Literatur mit einer Reihe von Gesundheitszuständen assoziiert – darunter Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Osteoporose und depressive Verstimmungen. Es handelt sich dabei um Beobachtungsdaten und Assoziationen aus mehreren epidemiologischen Studien – keine kausalen Belege.

Forschende betonen, dass Magnesium als modifizierbarer Risikofaktor in der Präventionsforschung zunehmend Aufmerksamkeit erhält, weil ein Mangel grundsätzlich durch Ernährung oder Supplementierung behoben werden kann.

Magnesiummangel: Häufiger als gedacht

Trotz der fundamentalen Bedeutung des Minerals zeigt die aktuelle Forschungslage, dass ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung nicht die empfohlene Tagesmenge erreicht. Ursachen sind unter anderem:

  • verarbeitete Lebensmittel mit geringem Mineraliengehalt

  • chronische Erkrankungen (z. B. Diabetes, Magen-Darm-Erkrankungen)

  • bestimmte Medikamente (Diuretika, Protonenpumpenhemmer)

  • Alkohol- und Koffeinkonsum

Die Autoren der Studie betonen, dass die Bedeutung eines angemessenen Magnesiumspiegels sowohl in der Bevölkerung als auch in medizinischen Fachkreisen nach wie vor unterschätzt wird.

Fazit

Magnesium ist kein Trendmineral, sondern ein biochemisches Fundament. Die Studienlage aus 2024/2025 bestätigt eindrücklich, wie vielfältig seine Aufgaben im Körper sind – und wie weitverbreitet seine unzureichende Zufuhr ist. Wer auf seine Magnesiumversorgung achtet, investiert in eine Basis, die zahlreiche physiologische Prozesse unterstützt.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an eine qualifizierte Fachperson.

Quelle: Matek Sarić M., Sorić T., Juko Kasap Ž., Lisica Šikić N., Mavar M., Andruškienė J., Sarić A. (2025). Magnesium: Health Effects, Deficiency Burden, and Future Public Health Directions. Nutrients, 17(22), 3626. DOI: https://doi.org/10.3390/nu17223626 | Lizenz: CC BY 4.0 | Autor: NBS-Redaktion

 
 
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